Nach einem Spaziergang im nahen Pappelwäldchen fahren wir los, Ziel ist Polesella, Zwischenhalt in Occhiobello zum Einkaufen.

Viele Pappeln säumen am Po unseren Weg, sie gehören zu den Weiden und wachsen schnurgerade in den Himmel – und sie wachsen schnell. Also der optimale Baum, um Holz, Papier und Energie zu gewinnen. Entlang von Flussufern vermindern Pappeln nicht nur die Erosion, sondern verbessern auch die Wasserqualität, also DER Baum am etwas schmuddeligen Fluss Po, dessen liebste Tätigkeit ja die Mitnahme von Sedimenten und das Aushöhlen der Uferbereiche zu sein scheint.

Occhiobello

In Occhiobello machen wir halt, der Supermarkt ist knappe 800 Meter entfernt, ein schöner Spaziergang für mich. Occiobello ist eine hübsche kleine Stadt, die in der Hitze schmort.  Obligatorisch sind schöne religiöse und  Kirchen.

Begleitet uns immer eine angenehme Brise oder gar Wind, so ist es auf dem Land meistens windstill und sommerlich heiß, wie ich immer wieder feststelle.

Wieder auf dem Fluss treffen wir Rico von „Ricos Revolution Wels Camp“ eine Information, die wir seinem T-Shirt entnehmen. Wir unterhalten uns auf dem Wasser – er im Motorboot, wir in unserm Kanu – sein Hund, ein Pudel, beäugt Cody interessiert.

Wie ich später recherchiere, vertreibt Rico sogenannte Welsbissanzeiger übers Internet. Immer wenn wir Camp hören, denken wir an Camping (Dusche & Kiosk) und so wird unser Ziel das Wels Camp von Rico.

Als wir das Camp finden, ist es wiedermal kein Campingplatz, sondern ein schönes Haus mit Zimmern, die zu vermieten sind und einem riesigen Garten am Fluss, in dem sich verschiedene Angler tummeln, aber Rico ist leider nicht da. So wird es nichts mit einer Übernachtung an diesem schönen Platz, denn wir wollen nicht warten, wir wollen ankommen. Auch wollen wir eigentlich draußen bleiben und uns in ein Zelt kuscheln.

Verfall und neues Leben dicht an dicht

Dank eines netten Wels-Anglers kommen wir trotzdem in den Genuss von kühlen Bieren und paddeln auf eine nahe Insel. Eine Insel für uns allein! Rainer geht auf Entdeckungsreise, ebenso wie Cody, der seine Freiheit sehr genießt.  Ich genieße angelehnt an einem Baumstamm die Abendsonne und den warmen Sand.

Unser Essplatz am Baumstamm befindet sich neben einem riesigen Haufen Treibholz, faszinierend und irgendwie auch schön.

 

Tag 14 – Ravalle – Polesella Isola 27 KM